Rettungsschiff "Alan Kurdi" nimmt 114 Geflüchtete an Bord

Rettungsschiff "Alan Kurdi" nimmt 114 Geflüchtete an Bord

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" hat am Samstag 114 Geflüchtete aus Seenot gerettet. Die Menschen seien auf zwei Booten im Mittelmeer unterwegs gewesen, teilte die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye mit, die das Schiff betreibt. Es war der erste Einsatz der "Alan Kurdi" nach vier Monaten Pause, nachdem das Schiff von italienischen Behörden wegen angeblich technischer Mängel festgesetzt worden war.

Zunächst habe die Wache ein überladenes Schlauchboot mit 90 Menschen gesichtet, die aus Libyen geflohen seien, teile Sea-Eye mit. Sie seien an Bord genommen und versorgt worden. Nachdem die Geflüchteten von weiteren Booten berichtet hätten, sei die Suche fortgesetzt worden. Nach kurzer Zeit habe die Crew ein weiteres Boot mit 24 Menschen an Bord entdeckt.

Insgesamt befänden sich auf der "Alan Kurdi" nun 114 Gerettete, darunter acht Frauen und acht Kinder. Vier Menschen würden auf der Krankenstation versorgt, darunter eine schwangere Frau. Laut Sea-Eye haben weder die libyschen Behörden noch die europäischen Rettungsleitstellen auf die Notfallmeldungen der "Alan Kurdi" reagiert. Die Kommunikation mit Hilfsorganisationen sei eingestellt worden, sagte Sea-Eye-Vorsitzender Gorden Isler: "Für die Flüchtlinge im Mittelmeer fühlt sich niemand mehr zuständig. Sie werden den Libyern oder dem Meer ausgeliefert."

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