Platz in Jena nach NSU-Opfer Enver Simsek benannt

Platz in Jena nach NSU-Opfer Enver Simsek benannt

Jena hat einen Platz nach einem Todesopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) benannt. Der Oberbürgermeister der Stadt, Thomas Nitzsche (FDP), weihte am Samstag den "Enver-Simsek-Platz" im Stadtteil Winzerla ein. An der Veranstaltung nahmen auch die Witwe, die Kinder und weitere Familienangehörige von Enver Simsek sowie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) teil.

Enver Simsek war das erste Opfer der Mordserie des NSU. Der Inhaber eines Blumenhandels in Schlüchtern in Hessen wurde am 9. September 2000 an seinem mobilen Blumenstand in Nürnberg niedergeschossen. Zwei Tage später starb er infolge seiner schweren Verletzungen in einem Krankenhaus.

Das NSU-Kerntrio, das bundesweit für zehn Morde, 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle verantwortlich gemacht wird, war im Neubaugebiet Jena-Winzerla aufgewachsen. Die Idee zur Benennung des bislang namenlosen Platzes war den Angaben zufolge von der Winzerlaer Zivilgesellschaft ausgegangen.

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