Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit will Rassismus bekämpfen

Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit will Rassismus bekämpfen

Ein neues Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit will das Engagement gegen Diskriminierung und Rassismus stärken. Hass und Fremdenfeindlichkeit müsse der Boden entzogen werden, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Stefan Zierke (SPD), bei der Vorstellung des zu Jahresbeginn gegründeten Netzwerks am Donnerstag in Berlin. Dazu leiste das Bündnis einen Beitrag. Das Ministerium fördert das Kompetenznetzwerk mit einer Million Euro.

Diskriminierung belaste nicht nur die Betroffenen, sondern sei auch ein Angriff auf die Demokratie, sagte Zierke. Hass, Gewalt und das Streuen von Ängsten dürften nicht zugelassen werden. Dem müsse mit Bildung begegnet werden. Die Gesellschaft in Deutschland müsse in einem guten Miteinander leben können.

Antimuslimischer Rassismus und Islam- und Muslimfeindlichkeit seien Alltag in Deutschland, betonte das Netzwerk. Dem müsse entgegengetreten werden. Das Problembewusstsein und Wissen zu antimuslimischem Rassismus und seinen Auswirkungen in der Gesellschaft müssten gestärkt werden. Ziel sei es, in den kommenden Jahren Expertise zum Themenfeld der Islamfeindlichkeit und des antimuslimischen Rassismus zu bündeln, weiterzuentwickeln und Bildung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zur Verfügung zu stellen.

Dem Kompetenznetzwerk gehören nach eigenen Angaben drei bundesweit tätige Partner an, die "Claim"-Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und das Leipziger Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK).

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