Bischöfin Fehrs: "Holt die Menschen aus dem Elend"

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs.

© epd-bild/Heike Lyding

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs bekräftigte den Aufruf, dass Deutschland Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen solle.

Bischöfin Fehrs: "Holt die Menschen aus dem Elend"
In Moria entscheidet sich derzeit die Zukunft Europas. Das sagte Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs am Sonntag in einem Einsegnungs-Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche (Hamm) und bekräftigte den Aufruf, dass Deutschland Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen solle.

Erschütternd sei die Unwürdigkeit des politischen Spiels, die Unfähigkeit Europas, zu einer humanen Flüchtlingspolitik zu kommen, so die evangelische Theologin. In der Nacht zu Mittwoch hatte ein Feuer große Teile eines mit mehr als 12.000 Menschen völlig überfüllten Lagers in Moria auf der griechischen Insel Lesbos verwüstet.

"Holt die Menschen aus dem Elend, gebt ihnen eine Zukunft", sagte Fehrs. Und an die neuen Diakoninnen und Diakone gewandt: "Gebt nichts und keinen verloren! Auch Eure Hoffnungen nicht und Euren Mut." Die Bischöfin segnete gemeinsam mit dem Vorsteher des Rauhen Hauses, Pastor Andreas Theurich, 14 Absolventinnen und Absolventen der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie des Rauhen Hauses in das Diakonenamt der Nordkirche ein. Zudem wurden sechs von ihnen in die Brüder- und Schwesternschaft der Stiftung aufgenommen. Der Festgottesdienst fand unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der Dreifaltigkeitskirche zu Hamburg-Hamm statt.

Diakone und Diakoninnen arbeiten in allen Feldern diakonischer und sozialer Arbeit, im kirchlichen Dienst, in Kirchengemeinden, in Diakonischen Werken und Einrichtungen der Wohlfahrtspflege. Die Brüder- und Schwesternschaft geht auf die Gründungsjahre der Stiftung Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Sie ist die geistliche Gemeinschaft des Rauhen Hauses und hat rund 640 Mitglieder.

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