Mit Mobiler Jugendarbeit gegen Krawalle

Mit Mobiler Jugendarbeit gegen Krawalle
Nach der Stuttgarter Krawallnacht vom 21. Juni wollen Caritas und Evangelische Gesellschaft (eva) in Stuttgart präventiv gegen Gewalt junger Menschen vorgehen.

Das Projekt "Mobile Jugendarbeit Innenstadt", das der Stuttgarter Gemeinderat genehmigt hat, startet am 1. November, teilte die eva am Montag mit. Gesucht seien noch Sozialarbeiter, die bei dem bis 31. Oktober 2024 dauernden Projekt mitmachen.

Bis zu acht Streetworker auf fünf Fachkraft-Stellen sollen künftig von März bis Oktober an den Wochenenden in der Stuttgarter City unterwegs sein. Unter der Woche soll es eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen geben. Außerdem tourt ein Beratungsbus zu verschiedenen Stationen in der Innenstadt.

Die Mobile Jugendarbeit sei allerdings kein Allheilmittel, sagte Cathrin Maier von der eva. Es brauche ein Gesamtkonzept mit vielen weiteren Mitwirkenden. Die Stadt Stuttgart stellt für das Projekt 465.000 Euro zur Verfügung.

In der Nacht zum 21. Juni hatten junge Menschen im Herzen Stuttgarts Polizisten angegriffen, Streifenwagen beschädigt und Schaufensterscheiben eingeschlagen. Bis heute hat die Polizei 72 Tatverdächtige festgenommen. Bei drei von ihnen wurde der Verdacht laut Innenministerium ausgeräumt. Insgesamt erwirkten die Ermittler 37 Haftbefehle, 22 Verdächtige sind weiterhin in Haft.

Mehr zu Stuttgart
Pfarrer Christoph Dinkel steht in der Johanneskirche Stuttgart an einer herausgerissenen Kirchenbank.
Einen Schaden von mehreren zehntausend Euro hat ein Eindringling in der Stuttgarter Johanneskirche angerichtet. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen festnehmen. Das ZDF will aus der Kirche einen Weihnachtsgottesdienst übertragen.
Symbolbild: Sechs bunte Wärmflaschen
Normalerweise helfen Funktionäre und Mitarbeitende des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart jedes Jahr einen Tag in der Stuttgarter Vesperkirche an der Leonhardskirche mit und spenden Steaks. Dieses Jahr ist alles anders.