"Meilenstein" für den Erhalt der Regensburger Dreieinigkeitskirche

Die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitskirche in Bayern

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Die gesamte Außenfassade des historischen Kirchengebäudes in Regensburg soll ab 2022 restauriert werden. Die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitskirche wurde 1627-31 von erbaut. Sie ist eine der ersten evangelisch-lutherischen Kirchenneubauten in Bayern.

"Meilenstein" für den Erhalt der Regensburger Dreieinigkeitskirche
Der evangelischen Regensburger Dreieinigkeitskirche steht eine weitere Großsanierung ins Haus. Die gesamte Außenfassade des historischen Kirchengebäudes soll ab 2022 restauriert werden, sagte Gemeindepfarrer Martin Schulte anlässlich der "Ausrüstung" des Nordturmes.

In den vergangenen eineinhalb Jahren hatten Fachstellen einen Befund über die Schäden erstellt und die bisherigen schadhaften Gebäudeteile gesichert. Diese Phase sei nun abgeschlossen und das Gerüst entfernt, sagte Schulte. Die Regensburger Dreieinigkeitskirche wurde 1631 erbaut und gilt als der größte protestantische Kirchenneubau Süddeutschlands, der noch original erhalten ist.

Blick von der Orgel-Empore zum Altar des frisch renovierten Innenraums.

Der Abbau des Gerüsts an der größten protestantischen Kirche Regensburgs sei ein Tag der Freude, sagte der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler, für den die Dreieinigkeitskirche erste Predigtstätte ist. Die Entscheidung für die Sanierung sei gefallen. "Ein Meilenstein für den Erhalt der Kirche ist geschultert im Zusammenspiel vieler Kräfte." In den kommenden Jahren werde das Kirchengebäude zwar wieder Großbaustelle, "aber es macht Sinn, diesen ganz bedeutenden evangelischen Kirchenbau in der bayerischen Landeskirche zu erhalten", sagte Stiegler. Diese erste protestantische Bürgerkirche Bayerns könne auch im 21. Jahrhundert noch ein "Kraftort, ein Ort des Evangeliums und der Gemeinschaft sein", betonte er.

Natursteinelemente bröckeln

Die Außenfassade war zuletzt vor 18 Jahren saniert worden. Der Putz hatte aber nicht gehalten; es stellten sich Risse, Hohlstellen und Putzabplatzungen an der gesamten Fassade ein, erläuterte der Architekt. Zudem fingen auch die bei früheren Sanierungsmaßnahmen mit Beton geflickten Natursteinelemente, ein Charakteristikum der Kirche, zu bröckeln an.

Geplant seien drei Bauabschnitte. Ziel sei es, die Außenfassade bis zum 400. Jubiläum der Kirche im Jahr 2031 komplett saniert zu haben. Der Gesamtumfang der Sanierungskosten werde in den kommenden Monaten ermittelt. Der Architekt geht davon aus, dass er "um ein Vielfaches höher" als die Voruntersuchungen ausfallen werden, die sich auf 600.000 Euro beliefen. Weil es sich um ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung handle, werde das Landesamt für Denkmalpflege die Hälfte der Kosten übernehmen, hieß es.

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