Klimaaktivisten besetzen Heizkraftwerk in Berlin

Klimaaktivisten besetzen Heizkraftwerk in Berlin

Klimaaktivisten haben am Samstag das Heizkraftwerk in Berlin-Moabit besetzt. Mit der Aktion werde für "den sofortigen Kohleausstieg" und Klimagerechtigkeit demonstriert, teilte die Gruppe "Direkte Aktion Berlin" am Samstag mit. Die Polizei war zunächst mit rund 40 Sicherheitskräften vor Ort und hat ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet, wie eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.

Es sei ein Kran und ein Aschesilo von den Aktivisten belagert worden, hieß es weiter. Die Polizei ging zunächst von fünf Personen aus, die das Heizkraftwerk besetzen. Die Aktivistengruppe sprach dagegen von rund 20 Personen.

Im Kurznachrichtendienst Twitter erklärte einer der Mitglieder der Gruppe "Direkte Aktion Berlin", die Politik sei nicht in der Lage, die Klimakrise effektiv einzudämmen. Deshalb wolle die Klimabewegung neue Strategien entwickeln. So solle Infrastruktur dort blockiert werden, "wo sie unsere Zukunft zerstört und Schaden anrichtet".

Das Heizkraftwerk Moabit wurden den Angaben zufolge im Jahr 1900 in Betrieb genommen. Neben Steinkohle wird in dem Kraftwerk seit 2013 auch Biomasse verfeuert. Betreiber des Kraftwerks im Berliner Stadtteil Moabit ist der schwedische Energiekonzern Vattenfall.

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