WHO-Chef dämpft Hoffnung auf baldigen Corona-Impfstoff

WHO-Chef dämpft Hoffnung auf baldigen Corona-Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Hoffnungen auf eine schnelle Bereitstellung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus gedämpft. Derzeit existiere kein Wundermittel gegen das Virus, und möglicherweise werde es nie eines geben, betonte der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf.

Zwar seien etliche Impfstoffprojekte weit vorangekommen. Es sei aber nicht garantiert, dass darunter tatsächlich voll wirksame Mittel sein werden. So könnte es sein, dass ein Impfstoff nur einige Monate einen Schutz vor Sars-CoV-2 bieten werde. Bereits zuvor hatte der WHO-Chef festgehalten, die Frage sei nicht, wann Wissenschaftler und Forscher einen Impfstoff entwickeln könnten, sondern ob das überhaupt möglich sei.

Am Sonntag hingegen hatte sich der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, im ZDF zuversichtlich geäußert, dass es zeitnah einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben werde. Man habe aus den ersten klinischen Prüfungen Ergebnisse erhalten, die zeigten, dass "einige Impfstoffe tatsächlich eine spezifische Immunreaktion beim Menschen gegen Sars-CoV-2 erzeugen können".

Das seien sehr gute Neuigkeiten. Weltweit liefen 140 bis 150 Impfstoffprojekte, um einen Schutz vor der Krankheit Covid-19 zu entwickeln. Sechs davon befinden sich nach Cichuteks Angaben in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Das Paul-Ehrlich-Institut und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind in Deutschland die zuständigen Behörden für die Erteilung von Zulassungen für Humanarzneimittel.

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