Fastenmail Woche 21 - Das Land soll Sabbat feiern

Fastenmail 21

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Fastenmail Woche 21 - Das Land soll Sabbat feiern
Die Zeit des Hamsterns ist vorbei. Höchste Zeit aufzubrauchen, was wir haben! Frank Muchlinsky in seiner 21. Zuversichts-E-Mail.

Und der HERR sprach zu Mose auf dem Berge Sinai: Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern. Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln, aber im siebenten Jahr soll das Land dem HERRN einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden. Was von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen; ein Sabbatjahr des Landes soll es sein. Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse, die bei dir weilen, dein Vieh und das Wild in deinem Lande; all sein Ertrag soll zur Nahrung dienen.

3. Mose 25,1–7 (Hier vorgelesen von Helge Heynold)

Liebe Sommergemeinde,

ich hoffe und wünsche, dass Sie die langen Tage ausgiebig genießen können mit frischer Luft, mit Sonne, die nicht sticht, und mit angemessener Muße. Unser Land hat sich weitgehend beruhigt. Vor ein paar Monaten wurde ausgesprochen emsig eingekauft und gehortet. Nudeln, Mehl und Hefe für den Shutdown, dazu die vielen Rollen Toilettenpapier. Es kam zu Engpässen in den Läden, die längst wieder beseitigt sind. Es gibt wieder alles und zu jeder Zeit. Sollte es tatsächlich Gründe gegeben haben, sich größere Vorräte zuzulegen, so sind sie nun verschwunden.

In der Bibel gibt es zahlreiche Texte, die sich mit Vorratshaltung beschäftigen. Der Erzvater Josef wird zum obersten Beamten Ägyptens, damit er sich um die Nahrungsvorräte des Landes kümmern kann (1. Mose 41). Als das Volk Israel später aus Ägypten flieht, versorgt Gott es mit Manna. Morgens liegt dieses "Himmelsbrot" einfach auf dem Feld und muss lediglich eingesammelt werden. Dazu gibt es den klaren Hinweis, auf keinen Fall etwas davon aufzuheben. Diejenigen, die trotz dieser Anweisung anfangen zu hamstern, müssen erleben, dass das Manna sehr schnell verdirbt (2. Mose 16). Die Israeliten sollen darauf vertrauen, dass Gott ihnen gibt, was sie brauchen, selbst auf ihrer langen Wanderung durch die Wüste bis in das Land, das ihnen versprochen wurde.

Während dieser Zeit gibt Gott den Israeliten durch Mose Gebote und bereits Anweisungen für die Zeit im eigenen Land. Zu diesen Geboten zählt der Text für diese Woche. Es geht um die Bestimmungen für das Sabbatjahr. Alle sieben Jahre soll das Land ruhen können, denn Ruhe ist Gottesdienst. Für die Menschen bedeutet das, dass sie ein Mal ernten und dann nicht mehr säen sollen. Sie leben von dem, was geerntet ist, und wenn das aufgebraucht ist, gibt es keine Ernte mehr auf den Feldern und keine Lese auf den Weinbergen. Es wird stattdessen täglich geschaut, was da ist, und davon sollen alle leben: die Einheimischen, die Zugewanderten, die Besitzenden und die Dienenden. Ein Jahr lang Brache, Wildwuchs und Zuversicht, dass es schon für alle reichen wird.

Die Vorschrift besagt, dass alle im Land dieses Brachjahr gemeinsam einhalten sollen. Es ist kaum vorstellbar, aber es gibt Hinweise in Schriften außerhalb der Bibel, dass in Israel tatsächlich solche Sabbatjahre gehalten wurden. Ein ganzes Land lebte quasi von der Hand in den Mund und brauchte auf, was es bekommen hatte. Es ist beinahe so, als würde man sich freiwillig wieder in die Wüste begeben und darauf hoffen, dass Gott auch am nächsten Tag wieder Manna vom Himmel regnen lässt.

Das Wort Sabbatjahr hat sich bis in unsere Zeit gerettet, wenn sich auch die Bedeutung etwas verschoben hat. Heute ist das Sabbatjahr eher eine persönliche Auszeit, die man sich nimmt, nachdem man sich genügend angespart hat. Aber auch hier gilt der Gedanke: Es wird schon reichen. Anscheinend tut solch ein Aufbrauchen von Angespartem gut. Es zeugt von großer Zuversicht, gerade wenn es um Nahrung geht, denn die brauchen wir schließlich unbedingt.

Darum habe ich mir folgende Wochenaufgabe für Sie ausgedacht: Essen Sie Ihren Kühlschrank leer! Essen Sie, so lange es geht, nur das, was Sie darin an Vorräten haben! Freuen Sie sich an dem, was Sie alles haben und leben Sie von dem, was Sie nicht besorgen müssen. Wenn nur noch Mayonnaise und Mangochutney übrig sind, tauen Sie Ihren Kühlschrank ab! Nun können Sie wieder neu einkaufen gehen. Oder Sie machen mit Ihren anderen Vorräten weiter.

Bleiben Sie behütet und üben Sie sich weiter in Vorsicht und Zuversicht!

Ihr Frank Muchlinsky

 

aus dem chrismonshop

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