Stiftung Garnisonkirche rechnet mit 80.000 Besuchern jährlich

Garnisonkirche

© Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Kran steht hinter dem an der Breite Straße gelegenen Sockelbau der Garnisonkirche. Rechts steht die Portalfassade des Langen Stalls. Im Inneren des rund 17 Meter hohen Sockelbaus soll über zwei Etagen eine Kapelle eingerichtet werden, hinzu kommen ein Café, ein großer Ausstellungsraum und Seminarräume.

Stiftung Garnisonkirche rechnet mit 80.000 Besuchern jährlich
Die Stiftung Garnisonkirche in Potsdam rechnet mit bis zu 80.000 touristischen Besuchern pro Jahr in dem wiederaufgebauten Kirchturm. Die künftigen Eintrittspreise sollen sich an den Eintrittspreisen von anderen Sehenswürdigkeiten in der Stadt orientieren, sagte Stiftungsvorstand Wieland Eschenburg bei der Vorstellung des Nutzungskonzeptes am Freitag in Potsdam.

Eröffnen soll der für 40,5 Millionen Euro wiedererrichtete barocke Kirchturm im Sommer 2022. Die evangelische Kirche will den neuen Turm zudem für Friedens- und Versöhnungsarbeit nutzen.

Im Zentrum des 88 Meter hohen Bauwerks in der Potsdamer Innenstadt wird sich künftig die Nagelkreuzkapelle mit bis zu 100 Plätzen befinden. Zudem wird es auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Fläche Ausstellungs- und Seminarräume, eine Mediathek, eine Terrasse sowie ein Cafe geben. Eine Aussichtsplattform wird sich in 60 Metern Höhe befinden.

Konzeptionell werde die Stiftung den Dreiklang verfolgen "Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben", sagte der Theologische Vorstand der Stiftung, Martin Vogel. Entsprechende Ausstellungs- und Bildungskonzepte würden derzeit entwickelt.

Die evangelische Garnisonkirche war bei einem alliierten Luftangriff auf den Potsdamer Hauptbahnhof 1945 weitgehend zerstört worden. Die Ruine des Kirchenschiffs und der beschädigte Turm wurden 1968 in der DDR abgerissen. Seit 2017 wird der neue Turm am historischen Standort errichtet. Das Bauprojekt ist wegen der Geschichte der früheren preußischen Militärkirche in Potsdam umstritten.

Meldungen

Top Meldung
Menschen mit Schutzmasken beim U-Bahn fahren
Die Theologin Margot Käßmann hat angesichts steigender Corona-Zahlen dazu aufgerufen, noch intensiver füreinander einzustehen und mehr Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.