Bedford-Strohm rät zu globaler Zusammenarbeit in Corona-Krise

Bedford-Strohm rät zu globaler Zusammenarbeit in Corona-Krise
Die Zusammenarbeit auf nationaler, europäischer und globaler Ebene in der Corona-Krise ist nach Überzeugung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, wichtiger als je zuvor.

Nicht von egoistischen Eigeninteressen, sondern von Verantwortung müsse diese Zusammenarbeit geleitet sein, sagte Bedford-Strohm laut Predigtmanuskript am Sonntag in der Münchner Matthäuskirche. Ein Neustart der Wirtschaft müsse mit der notwendigen Begrenzung der Klimaerwärmung verträglich sein und den "Skandal von Tausenden Hungertoten täglich" überwinden, betonte der bayerische Landesbischof. 

Das gesellschaftliche Klima wird nach Beobachtung Bedford-Strohms zunehmend gereizter. Er forderte dazu auf, anderen Menschen wirklich zuzuhören. Es sei zwar richtig gewesen, scharf zu reagieren auf Demonstranten, die bewusst und provokativ Abstandsregeln missachteten. Aber es sei genauso richtig, hinzuhören, was sie zu sagen haben - "in der ganzen Unterschiedlichkeit zwischen gut begründetem kritischen Einspruch und verschwörungstheoretischer Verwirrtheit", sagte der Theologe.

Der Geist von Pfingsten helfe auch zum Erreichen von Zielen, die heute noch als unrealistisch gälten, hob Bedford-Strohm hervor. Von den Menschen, die vor 2.000 Jahren Pfingsten miterlebten, hätte sich keiner träumen lassen, "dass Milliarden Menschen heute wie wir hier in München das Pfingstfest feiern", sagte der EKD-Ratsvorsitzende.

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