US-Richter bestätigen Gottesdienstauflagen in Corona-Krise

US-Richter bestätigen Gottesdienstauflagen in Corona-Krise

Das Oberste US-Gericht hat am Freitagabend (Ortszeit) die Klage einer Kirche in Kalifornien gegen Gottesdienstbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zurückgewiesen. Die US-Verfassung gewähre der Regierung weitreichende Befugnisse bei Vorschriften mit dem Ziel, Sicherheit und Gesundheit zu schützen, heißt es in der Urteilsbegründung. Fünf der neun Richter schlossen sich dem Urteil am Freitag an. Vier Richter stimmten dagegen.

In dem Rechtsstreit hatte die pfingstkirchlich geprägte "South Bay United Pentecostal"-Kirche im kalifornischen Chula Vista eine Verfügung gegen Gottesdienstauflagen im Bundesstaat Kalifornien beantragt. Dort darf die Kapazität der Gotteshäuser nur bis zu 25 Prozent ausgelastet werden, maximal 100 Personen sind zugelassen.

Nach Ansicht der Kirche verstößt die Vorschrift gegen die in der Verfassung garantierte Religionsfreiheit. Die Pandemie sei eine nationale Tragödie, räumten die Anwälte der Kirche ein. Tragisch wäre jedoch auch, sollte bei ihrer Bekämpfung "grundlegende Verfassungsrechte verletzt werden", argumentierten sie.

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