Guterres verlangt Schuldenerleichterungen für alle armen Länder

Guterres verlangt Schuldenerleichterungen für alle armen Länder

UN-Generalsekretär António Guterres hat spürbare Erleichterungen im Schuldendienst für alle Entwicklungsländer verlangt. Die Corona-Krise und die drohende globale Rezession könnten eine Welle von Staatsbankrotten in armen Ländern auslösen, warnte er am Donnerstag in New York.

Guterres sprach bei einer internationalen Online-Konferenz zu Entwicklungspolitik und Finanzen. Der UN-Generalsekretär erklärte, hoch verschuldete Länder hätten keine Chance auf eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Er nannte das im April beschlossene Schuldenmoratorium der Gruppe der reichen G20 für die ärmsten Entwicklungsländer einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Von dem Moratorium profitierten aber nicht alle hoch verschuldeten Staaten.

Guterres nannte als Beispiel kleine Inselstaaten im Pazifik und in der Karibik. Durch drastische Präventionsmaßnahmen seien die Menschen dort gesundheitlich weitgehend von der Corona-Pandemie verschont geblieben. Doch der fehlende Tourismus und die weggebrochenen Überweisungen von Migranten in die Heimat träfen die Länder jedoch schwer. Diesen Staaten müssten auch Erleichterungen im Schuldendienst gewährt werden.

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