Leipziger Nikolaikirche plant Kurzgottesdienste

Leipziger Nikolaikirche feiert Gottesdeinste trotz Corona.

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In der Leipziger Nikolaikirche soll wieder Gottesdienst gefeiert werden - zunächst im kleinen Kreis von maximal 15 Personen.

Leipziger Nikolaikirche plant Kurzgottesdienste
Die Leipziger Nikolaikirche reagiert flexibel auf die sanfte Lockerung der Corona-Beschränkungen für Religionsgemeinschaften. Man werde an den kommenden beiden Sonntagen jeweils drei Kurzgottesdienste von 30 Minuten Dauer feiern, teilt Pfarrer Bernhard Stief mit. Zu jeder Veranstaltung werde man "jeweils 15 Personen mit Anmeldung einladen".

Darüber hinaus bleibe auch das gottesdienstliche Angebot im Internet bestehen, zunächst bis zum 3. Mai, erklärte Stief. Dazu zählten jeweils samstags eine allgemeine Online-Andacht und ein Kindergottesdienst sowie jeden Freitag eine Jugendandacht. Auch bleibe die Kirche täglich für je eine Stunde am Vor- und Nachmittag für das persönliche Gebet geöffnet.

Im Zuge der Lockerungen der Corona-Beschränkungen dürfen sich Religionsgemeinschaften in Sachsen seit dem 20. April wieder versammeln, jedoch nur mit maximal 15 Teilnehmern. Dies sei zunächst erfreulich, betonte Pfarrer Stief. Es stelle Gemeinden jedoch auch vor die Frage, wer mitfeiern dürfe. Die Nikolaigemeinde habe sich entschieden, keine Ausnahmegenehmigung zu erwirken.

Nikolaikirchenpfarrer Bernhard Stief mahnt zur Besonnenheit im Umgang mit Lockerungen.

Sorge bereite ihm "die zunehmende Ungeduld jener Menschen, die in den Maßnahmen einen ungerechtfertigten Eingriff in die Grundrechte sehen", sagte der evangelische Pfarrer weiter. So sei die Gemeinde unter anderem dazu aufgefordert worden, wie zur friedlichen Revolution vor 30 Jahren "für Freiheitsrechte zu kämpfen". Die Nikolaikirche stehe demgegenüber "für Gewaltfreiheit und das Vertrauen in Gott" und bitte um Weisheit und Besonnenheit, sagte der Pfarrer.

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