Jogginghose erwünscht

Sport Gottesdienst während Corona Pandemie

© LutherischInNOH/screenshot

Liegestütze vorm Altar? Möglich machte es der Workout-Gottesdienst aus den Stadienkapellen großer Fußballstadien, wo es sportliche Übungen zum mitmachen gab zwischen Liedern, Gebeten und Predigten.

Jogginghose erwünscht
Sportlicher Workout-Gottesdienst aus vier Stadien
Ein Workout-Gottesdienst aus verschiedenen deutschen Stadien ist am Sonntag auf Youtube gefeiert worden. Nach Angaben der Organisatoren handelte es sich um den "ersten Gottesdienst, zum dem die Jogginghose nicht nur erlaubt, sondern erwünscht" war.

Daran beteiligt waren unter anderem evangelische Geistliche aus der Commerzbank-Arena Frankfurt, von der Sporthochschule Köln, aus dem Olympiastadion Berlin und der Arena auf Schalke. Zwischen Liedern, Gebeten und Predigt von den beteiligten Orten gab es sportliche Übungen zum Mitmachen, die von jungen Menschen per Video vorgeführt wurden. Der sogenannte Workout-Gottesdienst stand unter der Überschrift "Gott golft, Jesus joggt und Paulus pumpt!". Angesprochen werden sollten "Geist, Seele und Körper", hieß es.

Beteiligt waren die Stadionpfarrer des Berliner Olympiastadions, Bernhard Felmberg, der Commerzbank-Arena in Frankfurt, Eugen Eckert, sowie der Arena auf Schalke, Ernst-Martin Barth. Außerdem wirkten Olympia-Pfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg und Professor Stefan Schneider von der Deutschen Sporthochschule Köln mit, der den Gottesdienst humorvoll wissenschaftlich unterstützte. Die Demonstration der sportlichen Übungen übernahmen die Sportjugend Grafschaft Bentheim und die evangelisch-lutherische Jugend Nordhorn.

Der Berliner Stadionpfarrer Felmberg erinnerte in seiner Predigt an Parallelen zwischen biblischer Geschichte und sportlicher Betätigung, aber auch an die gegenwärtigen Beschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie. Christen seien davon überzeugt, dass der Tod "nicht das letzte Wort" habe: "Das sagen wir uns zu in einer Zeit, wo in Europa, wo weltweit Tausende Menschen sterben."

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