DGB-Vorstand Buntenbach: Rentenkommission lässt zu viel offen

DGB-Vorstand Buntenbach: Rentenkommission lässt zu viel offen

Angesichts der Corona-Krise und ihrer ökonomischen Folgen drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf baldige Rentenreformen. "Gerade in Zeiten wie diesen wollen die Menschen wissen, was auf sie zukommt und dass sie gut abgesichert sind", sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Sie räumte ein: "Da wird ein Bericht, wie ihn die Rentenkommission der Regierung jetzt übergeben wird, sicher noch nicht ausreichen, dafür lässt er zu viele Fragen offen." Die Vorlage des Berichts ist für Freitagmittag geplant, Buntenbach ist Mitglied der Rentenkommission.

Die Gewerkschafterin betonte mit Blick auf die Corona-Krise, es sei jetzt wichtiger denn je, die Sozialversicherungen zukunftsfest zu machen, "damit die Menschen nicht von Existenzängsten überwältigt werden". Finanzierung und Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung müssten langfristig festgelegt werden. "Diese Entscheidungen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden, denn schon vor der Corona-Krise standen wir vor der Herausforderung, den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge zu bewältigen und zugleich auskömmliche Renten zu sichern", sagte Buntenbach.

epd kfr

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