Jazz-Legende Manu Dibango stirbt nach Corona-Infektion

Jazz-Legende Manu Dibango stirbt nach Corona-Infektion

Der afrikanische Jazzmusiker Manu Dibango ist nach einer Corona-Infektion am Dienstag in Paris gestorben. Der unter anderem als Saxofonist gefeierte Künstler wurde 86 Jahre alt. Er war nach seiner Corona-Diagnose vor einigen Tagen in ein Krankenhaus gekommen, wie der französische Auslandssender RFI berichtete. Dibango galt als Jazz-Legende.

Der Musiker wurde 1933 in Douala im heutigen Kamerun geboren. Schon als Kind sang er in einem Kirchenchor. Mit 15 Jahren schickte sein Vater ihn zur Schule nach Marseille, wo er nach einer dreiwöchigen Schifffahrt landete. Dibango galt als Meister des Afro-Jazz, in den er Soul, Funk und traditionelle Rhythmen seiner Heimat mischte. Zu seinen größten Hits gehört das 1972 veröffentlichte "Soul Makossa".

Dibango arbeitete mit zahlreichen anderen Weltstars zusammen, unter ihnen Herbie Hancock und der Formation Ladysmith Black Mambazo. "Mit tiefer Trauer müssen wir mitteilen, dass Manu Dibango, unser Papy Groove, von uns gegangen ist", heißt es in einer Mitteilung auf Dibangos Facebookseite. Das Begräbnis soll im kleinsten Kreis stattfinden. Größere Trauerfeiern sind in Frankreich wegen der Corona-Krise nicht erlaubt.

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