Garnisonkirche: Prozess wegen Gottesdienst-Störung verschoben

Garnisonkirche: Prozess wegen Gottesdienst-Störung verschoben

Der erste Prozess wegen der Gottesdienst-Störung zum Baustart des neuen Potsdamer Garnisonkirchturms 2017 wird wegen der Coronakrise verschoben. Der Gerichtstermin am 26. März am Amtsgericht Potsdam sei aufgehoben worden, sagte Gerichtssprecher Oliver Kramm dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch in Potsdam. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. (Az.: 82 Ds 223/18)

Vor dem Amtsgericht sollte gegen einen 34-jährigen Mann verhandelt werden, dem nach Gerichtsangaben Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen werden. Der Angeklagte soll den Gottesdienst am 29. Oktober 2017 nach Gerichtsangaben "massiv verbal gestört" und dann herbeigerufene Polizeibeamte getreten haben. Ein Beamter habe dadurch eine Schürfwunde erlitten, hieß es.

Die Garnisonkirche wurde 1945 bei einem alliierten Luftangriff weitgehend zerstört. Ein Raum im Turm wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges einige Jahre lang weiter für Andachten und Gottesdienste genutzt. 1968 wurde das Bauwerk abgerissen, der Turm wurde gesprengt. Die Gemeinde erhielt für den Abriss eine Entschädigung.

Der Wiederaufbau des Turms ist vor allem wegen der Geschichte der preußischen Militärkirche unter anderem in der NS-Zeit umstritten. Die evangelische Kirche will den neuen Turm für Friedens- und Versöhnungsarbeit nutzen. Der Bund will mehr als 20 Millionen Euro für den Wiederaufbau geben.

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