"Wort zum Sonntag"-Sprecherin wehrt sich gegen Kritik

"Wort zum Sonntag"-Sprecherin wehrt sich gegen Kritik
Die evangelische Pfarrerin Annette Behnken hat sich gegen Kritik an ihrem "Wort zum Sonntag" in der ARD verteidigt. Wo "Grundwerte in Gefahr scheinen, müssen wir das als Christen laut sagen", erklärte Behnke am Dienstag auf Anfrage.

Behnken erlebt nach ihrem Wort zu Flüchtlingen einen Ansturm von kritischen Mails und Reaktionen im Netz. Die AfD warf ihr vor, zur Gewalt aufgerufen zu haben.

"Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen genauso wie das Corona-Virus", hatte die Theologin in ihrer am Samstag ausgestrahlten Ansprache erklärt. Zur Kritik sagte sie jetzt nach Angaben der Rundfunkarbeit im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP): "Als Europäerin und Christin bin ich von der parlamentarischen Demokratie überzeugt und habe in meinem Wort zum Sonntag an die höchsten Werte europäischer Demokratie appelliert, an Menschlichkeit, an Mitgefühl und auch - wegen der christlichen Wurzeln Europas - an die Barmherzigkeit."

Stephan Born, ARD-Beauftragter von der Rundfunkarbeit im GEP, sagte dem epd, die Reaktionen auf Facebook und Twitter seien überwiegend positiv. Per Mail habe es rund 500 Äußerungen gegeben, 50 seien sehr positiv ausgefallen. Die aus Bielefeld stammende Behnken ist Studienleiterin der Akademie Loccum für religiöse Praxis in der Gegenwartskultur. Zum GEP gehört auch die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd).

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