Bischofswahl: Keine Zwei-Drittel-Mehrheit im ersten Wahlgang

Drei Kandidaten für Bischofswahl in der sächsischen Landeskirche.

© epd-bild/Matthias Rietschel

Kandidaten für die Bischofswahl in Sachsen: Andreas Beuchel, Ulrike Weyer, Tobias Bilz

Bischofswahl: Keine Zwei-Drittel-Mehrheit im ersten Wahlgang
In Dresden ist die Sondertagung zur Bischofswahl fortgesetzt worden. Im ersten Wahlgang am Samstagmorgen hat keiner der drei Kandidierenden eine Zwei-Drittel-Mehrheit auf sich vereinen können.

Der sächsische Oberlandeskirchenrat Tobias Bilz (55) erhielt im ersten Wahlgang am Samstag 33 Stimmen, gefolgt von dem Meißener Superintendenten Andreas Beuchel (56) mit 26 Stimmen und Ulrike Weyer (46) mit 19 Stimmen, wie Synodalpräsident Otto Guse nach dem ersten Wahlgang mitteilte. 79 Stimmen wurden abgegeben, darunter eine Enthaltung.

Bis zum nächsten Wahlgang müssen drei Stunden vergehen. Auch in der zweiten Abstimmung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig. Danach reichen für einen Wahlsieg mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen. Gewählt wird in geheimer Abstimmung. In den ersten beiden Wahlgängen ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Danach reichen für einen Wahlsieg mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen. Falls nach der dritten Abstimmung noch kein abschließendes Ergebnis vorliegt, soll die Sondertagung am Sonntag fortgesetzt werden. Bischofskandidat Beuchel wurde von Synodalen vorgeschlagen, die beiden anderen Bewerber von der Kirchenleitung.

Der evangelische Landesbischof wird für zwölf Jahre gewählt. Er bekleidet das höchste geistliche Amt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Die Neuwahl war nach dem Rücktritt von Landesbischof Carsten Rentzing (52) im Oktober nötig geworden. Die Synode ist das gesetzgebende Organ der sächsischen Landeskirche und tagt in der Regel zweimal im Jahr in Dresden. Sie vertritt in Sachsen rund 677.000 evangelisch-lutherische Christen.

Die Landeskirche visualisierte das Ergebnis des ersten Wahlgangs bei Twitter:

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