Christian Wulff: Rechtsterrorismus bricht sich Bahn

Christian Wulff: Rechtsterrorismus bricht sich Bahn

Ex-Bundespräsident Christian Wulff dringt nach den Morden von Hanau auf einen entschiedenen Einsatz gegen rechte Gewalt. "In Deutschland bricht sich ein gefährlicher Rechtsterrorismus Bahn", sagt Wulff am Donnerstag in Berlin. Dem könne nur aus der Mitte der Gesellschaft wirksam der Boden entzogen werden.

"Es müssen endlich alle in diesem Land begreifen, dass wir alle dem Hass, der Fremdenfeindlichkeit und dem Rassismus viel deutlicher und lauter entgegentreten müssen - mit allen verfügbaren Mitteln: Mut, Zivilcourage und dem Strafrecht", sagte der 60-Jährige. Als Bundespräsident hatte Wulff 2010 mit dem Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" eine Debatte über Integration und Zusammenhalt in Deutschland ausgelöst.

Der 43 Jahre alte deutschen Staatsangehörige Tobias R. hatte nach vorläufigen Erkenntnissen der Ermittler am Mittwochabend in der hessischen Stadt in zwei Shisha-Bars neun Menschen erschossen. Später wurden er und seine Mutter tot in der Wohnung des mutmaßlichen Täters gefunden. Die Bundesanwaltschaft sieht "gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat". Die in den zwei Shisha-Bars getöteten Menschen hatten alle einen Migrationshintergrund.

Meldungen

Top Meldung
Die Corona-Pandemie hat am Sonntag erneut die Predigten leitender Geistlicher beherrscht. Sie appellierten an die Gläubigen, alte und kranke Menschen jetzt nicht alleinzulassen. "Wir sitzen alle im selben Boot", betonte der Papst.