Umfrage: Beschäftigte im öffentlichen Sektor häufiger attackiert

Umfrage: Beschäftigte im öffentlichen Sektor häufiger attackiert

Rund zwei Drittel aller Beschäftigten im öffentlichen Sektor haben einer Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zufolge in den vergangenen zwei Jahren Gewalt im Job erlebt. Mehr als jeder Zweite sei beleidigt oder angeschrien, fast jedem Dritten Gewalt angedroht worden, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Jeder Zwanzigste sei mit einer Waffe angegriffen worden, gehe aus einer Befragung von 2.000 Beschäftigten durch das Umfragezentrum Bonn im Auftrag des DGB hervor. Befragt worden seien unter anderem Mitarbeiter bei der Bahn, bei der Post, in Verkehrsbetrieben und bei der Polizei.

57 Prozent gaben demnach an, dass die Gewalt in den vergangenen zehn Jahren zugenommen hat. "Die Beschäftigen im öffentlichen Bereich sind oftmals die Blitzableiter für Versäumnisse der Politik", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack den Funke-Zeitungen. Die Unzufriedenheit der Bürger hänge oft auch mit fehlendem Personal zusammen. "Um alle anstehenden Aufgaben erfüllen zu können, müsste der Staat in den kommenden Jahren mindestens 110.000 neue Vollzeitstellen schaffen - zusätzlich zu den rund 115.000 Stellen, die jedes Jahr aus Altersgründen neu zu besetzen sind", sagte Hannack.

Die DGB-Vizechefin forderte zudem, dass alle Übergriffe erfasst werden. Der Plan von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), einen Ombudsmann in seinem Ministerium gegen Gewalt einzusetzen, reiche nicht.

epd kfr

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