Richterbund fordert mehr Schutz vor Bedrohungen

Richterbund fordert mehr Schutz vor Bedrohungen

Angesichts von Bedrohungen gegen Politiker, Polizisten und andere Vertreter des Staates fordert der Deutsche Richterbund einen besseren Schutz von Privatadressen. "Es braucht einen besseren Schutz vor Bedrohungen und Nachstellungen durch ein restriktiveres Meldegesetz. Die Bundesregierung sollte das kurzfristig auf den Weg bringen", sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Montag).

"Kommunalpolitiker, Polizisten, Behördenmitarbeiter oder Vertreter der Justiz, die durch ihre Arbeit in den Fokus gewaltbereiter Personen geraten, müssen ihr Privatleben besonders abschotten können", sagte Rebehn: "Sie sollten bei der Meldebehörde leichter als bisher eine Auskunftssperre für ihre Meldedaten erwirken können."

Auch Gerichtsvollzieher, Mitarbeiter von Jugendämtern sowie Richter und Staatsanwälte erlebten immer wieder Einschüchterungsversuche, sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes. Diese würden am Arbeitsplatz beginnen und könnten dann bis an die eigene Wohnungstür reichen: "Der Staat muss diejenigen, die sich tagtäglich beruflich oder ehrenamtlich für das Allgemeinwohl engagieren, bestmöglich gegen Anfeindungen und Angriffe schützen."

Meldungen

Top Meldung
Kirchensteuer
Der Münsteraner Religionssoziologe Detlef Pollack hält die Debatte in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) über einen Kirchensteuer-Rabatt für junge Mitglieder für grundsätzlich angemessen.