Parteien für Wiederaufbau der Hamburger Synagoge

Parteien für Wiederaufbau der Hamburger Synagoge

Der Wiederaufbau der ehemaligen Synagoge im Hamburger Uni-Viertel ist ein großes Stück näher gerückt: Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD, Grünen, CDU, Linken und FDP haben sich auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt, der die Wiedererrichtung einer repräsentativen Synagoge am ehemaligen Standort am Bornplatz fordert. Damit werde den jüdischen Hamburgern der zentrale Ort zurückgegeben, der ihnen von den Nationalsozialisten genommen worden sei, sagte SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf am Dienstag bei der Vorstellung des Antrags.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte bereits seine Unterstützung für einen Wiederaufbau erklärt. Der Bund hat zugesagt, eine Machbarkeitsstudie mit 600.000 Euro zu unterstützen. Größe und Gestalt des Neubaus sollen an die historische Synagoge anknüpfen. Bis Ende des Jahres soll der Senat erste Ergebnisse präsentieren, heißt es in dem Antrag.

Das alte jüdische Gotteshaus im neoromanischen Stil wurde 1906 fertiggestellt und war die größte Synagoge Norddeutschlands mit Platz für mehr als 1.000 Besucher. Im Zuge der Pogrome des 9. November 1938 wurde sie von NS-Anhängern verwüstet und schwer beschädigt. 1939 ließ die Stadt die Synagoge abreißen. Heute erinnert nur der Grundriss des Gebäudes auf dem leeren Platz an die ehemalige Synagoge. Der einstige Bornplatz heißt heute Joseph-Carlebach-Platz nach dem Hamburger Rabbiner Joseph Carlebach (1883-1942).

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