Davos: Guterres ruft Staaten zu gemeinsamer Krisenbekämpfung auf

Davos: Guterres ruft Staaten zu gemeinsamer Krisenbekämpfung auf

Angesichts der Erderwärmung und anderer globaler Krisen hat UN-Generalsekretär António Guterres die Länder zu multilateralem Handeln aufgerufen. Nur gemeinsam könnten die Herausforderungen gemeistert werden, betonte Guterres zum Abschluss des 50. Jahrestreffens des Weltwirtschafsforums am Freitag im schweizerischen Davos.

"Die Welt kann besser werden, aber es hängt von uns ab", sagte Guterres vor ausgesuchten Teilnehmern des Forums (WEF), das am Dienstag begonnen hatte. Laut Guterres ist die Menschheit neben dem Klimawandel mit drei weiteren existenziellen Krisen konfrontiert: bewaffnete Konflikte und geostrategische Spannungen, wachsendes Misstrauen gegenüber Regierungen und Institutionen sowie der Missbrauch des Internets, in dem Hassbotschaften verbreitet würden und das auch für kriminelle Aktivitäten genutzt werde.

Die rund 3.000 Teilnehmer des WEF aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft debattierten in den vergangenen Tagen über Klimaschutz, Kriege, Armutsbekämpfung sowie Finanz- und Managementfragen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie US-Präsident Donald Trump hielten Reden. Das Forum trifft keine offiziellen Entscheidungen.

Linke Gruppen und Umweltschützer demonstrierten gegen den Kongress. Sie kritisierten die Auswüchse des Kapitalismus, den unentschlossenen Kampf vieler Regierungen gegen den Klimawandel und die Intransparenz des Weltwirtschaftsforums.

Der deutsche Ökonom und Ingenieur Klaus Schwab gründete das Forum im Jahr 1971 in Davos und leitet es seither. Die Jahrestreffen finden jeweils in Davos statt. Sitz des Forums ist Genf.

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