Gestoppte Bistumsreform: Ackermann verteidigt ursprünglichen Plan

Gestoppte Bistumsreform: Ackermann verteidigt ursprünglichen Plan

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die vom Vatikan gestoppte Reform seines Bistums verteidigt. Er habe der Kleruskongregation und dem Päpstlichen Rat in Rom seine Stellungnahmen geschickt, sagte er der Bistumszeitung "Paulinus" (Online). Er stehe seit der Aussetzung des Umsetzungsgesetzes in schriftlichem und telefonischen Kontakt mit den römischen Stellen. Einen Zeitplan gebe es bisher noch nicht.

Das Bistum Trier wollte eigentlich zu Jahresbeginn seinen Reformprozess starten. Rund 900 Pfarreien sollten zu 35 Großpfarreien zusammengelegt werden. Die Reform ist umstritten. So hatte sich unter anderem die Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" gegründet und zu Protesten dagegen aufgerufen. Nach Beschwerden stoppte der Vatikan die Umsetzung der Bistumsreform zunächst, damit der Päpstliche Rat das Vorhaben überprüfen kann.

Die Reform sei ein Versuch, auf die Herausforderungen der Zeit zu antworten, sagte der Bischof. Dabei gehe es nicht nur um eine Reform der Strukturen: "Wir wollen eine Kirche, die stärker missionarisch und diakonisch ausgerichtet ist", erklärte Ackermann dem "Paulinus". Bei seinen Besuchen im Bistum sehe er immer wieder, "wie eine kleiner werdende Zahl an Aktiven mit hohem Einsatz versucht, die pfarrlichen Aktivitäten, Strukturen und Traditionen aufrechtzuerhalten", betonte er. Für innovative Projekte fehle häufig die Zeit oder die Kraft. Zudem drohe eine "Milieuverengengung".

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