Von Kirchenburgen, Geld und der Passion

Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen - Ein europäisches Kulturerbe Ausstellung im  Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf

© epd-bild/Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf

Kirchenburg von Arkeden.Unter dem Titel "Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen - Ein europäisches Kulturerbe" geht das Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf vom 29. Januar bis 15. März 2020 den mittelalterlichen Bauwerken im rumänischen Siebenbürgen nach.

Von Kirchenburgen, Geld und der Passion
Museen in NRW widmen sich 2020 religiösen Themen
Was hat Geld mit Gottvertrauen zu tun? Wie sehen Michelangelos Fresken aus der Nähe aus? Diese und weitere Fragen beantworten viele Ausstellungen in NRW in der ersten Jahreshälfte. Die Museen beschäftigen sich etwa mit dem Glauben und Kirchenbauten.

Rumänische Kirchenburgen, die Passion Christi und der Umgang der Religionen mit Geld sind im Jahr 2020 Schwerpunkte in den nordrhein-westfälischen Museen. Ausstellungshäuser wie das Westfälische Museum für religiöse Kultur (Religio) in Telgte und die Stiftung Kloster Dalheim - LWL-Landesmuseum für Klosterkultur zeigen Ausstellungen zu religiösen Themen. Dabei geht es unter anderem um die Bilderwelt von Michelangelos Sixtinischer Kapelle in Rom und restauriertes Chorgestühl aus Rumänien.

Den Auftakt machen zwei Ausstellungen im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, die beide am 29. Januar eröffnet werden. Beide Schauen entführen die Besucher bis zum 15. März nach Rumänien. Unter dem Titel "Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen - Ein europäisches Kulturerbe" werden die eindrucksvollen mittelalterlichen Bauwerke im rumänischen Siebenbürgen beleuchtet. Die Wanderausstellung unter der Schirmherrschaft des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis und des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier informiert auf 24 farbigen Text- und Bildtafeln über die Geschichte der Kirchenburgen. Ungefähr 150 von ihnen sind erhalten. 

Die Schau "Das Tobsdorfer Chorgestühl und seine Restaurierung" widmet sich dem Fund eines gotischen Chorgestühls aus dem Jahr 1537. Im rumänischen Tobsdorf waren die Sitzreihen gefunden worden, die anschließend erforscht, dokumentiert und restauriert wurden. Tafeln und Kurzfilme zeigen die komplette Restaurierung des Chorgestühls, zudem ist ein originalgetreu nachgebautes Sitzabteil zu sehen.

Das Museum Religio in Telgte zeigt vom 13. März bis 13. April "Passion: Kunst und Fotografie". Aufnahmen der Fotografin Ursula Mindermann gehen der Osterzeit im Heiligen Land und dem Leiden der Menschen in Jerusalem und Bethlehem nach. Schüler des örtlichen Gymnasiums präsentieren zudem ihre künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Passion Christi. 

Im Kloster Dalheim geht es ab 4. April um die Fresken von Michelangelo. Bis zum 5. Juli sind im Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Titel "Michelangelo - Der andere Blick" Reproduktionen der Wandmalerei in der Sixtinischen Kapelle in Rom zu sehen. Die Arbeiten werden in der Kirche des ehemaligen Klosters präsentiert.

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Von "Geld und Glaube" handelt eine weitere Ausstellung im Museum Religio. Vom 24. Mai bis 30. August geht es unter anderem um die Frage, wie der christliche, islamische und jüdische Glaube sowie der "Glaube" an Geld zusammen passen. Dafür wird die Verwobenheit der Geschichte des Geldwesens mit den drei großen monotheistischen Weltreligionen aufgezeigt. Dabei thematisiert die Schau verschiedene religiöse Lehren und Praktiken, wie das Zinsverbot, den Ablasshandel und die Spende für karikative Zwecke. Gezeigt werden unter anderem historische Grafiken und Objekte wie die US-amerikanische Dollarnote, auf der immer noch "In God we trust" (deutsch: Auf Gott vertrauen wir) steht.

Die Ausstellungen in Telgte sind dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Ausstellungen im Gerhart-Hauptmann-Haus sind montags und mittwochs von 10 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 19 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. 
Die Ausstellung in Dalheim ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.