Orgel des Monats steht in Mehmke

Orgel des Monats Dezember der Kirchengemeinde Mehmke in Sachsen-Anhalt

© Stiftung Orgelklang

Die Stiftung Orgelklang fördert die anstehende Sanierung des Instruments der Kirchengemeinde Mehmke in Sachsen-Anhalt.

Orgel des Monats steht in Mehmke
Seltene Brüstungsorgel wird instandgesetzt
Die historische Orgel der Kirchengemeinde Mehmke (Sachsen-Anhalt) ist im Jahr 1888 speziell für die Dorfkirche konzipiert und erbaut worden. Die Stiftung Orgelklang fördert die anstehende Sanierung des Instruments mit 3000 Euro und würdigt es als „Orgel des Monats Dezember 2019“.

Das 1888 gefertigte Instrument war das Opus 93 des Orgelbauers August Heinrich Troch. Als Brüstungsorgel fügt sie sich mit ihrem neugotischen Prospekt farblich und ästhetisch in den Innenraum ein. Sie gilt neben der aufwändigen Ausmalung des Altarraums als wertvollster Bestandteil der Kirche. Seit vergangenem Sommer ist sie nicht mehr spielbar.

Der Spieltisch der Orgel

Die Sanierung soll den romantischen Klang des Instruments wiederherstellen. Ton- und Registertraktur sind dafür zu überarbeiten, die Ventile der Windladen benötigen eine neue Belederung, die Windanlage soll in den Kirchenraum verlegt und das Pfeifenwerk instandgesetzt werden. Rund 38.000 Euro werden für die Arbeiten am Instrument benötigt.

Den finanziellen Eigenanteil hat die Gemeinde schon aufgebracht, obwohl in Mehmke weniger als 130 Menschen leben. "Wir haben jede und jeden angeschrieben, die oder der hier konfirmiert wurde", berichtet Peter Conzendorf, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats. Um Spenden geworben wurde aber auch auf der Website der Gemeinde, im Gemeindebrief und mit einem Flyer. Spätestens im Sommer, hofft man in Mehmke, soll die Troch-Orgel wieder spielbar sein.

Das Emaille-Schild des Orgelbauers Troch

 
Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine "Orgel des Monats". In diesem Jahr fördert sie 14 Projekte in einem Gesamtumfang von 59.000 Euro. Seit 2010 hat sie 187 Förderzusagen über mehr als 1,3 Millionen Euro gegeben.