Synagogentür aus Halle wird zu Mahnmal

Synagogentür nach Halle-Attentat

© Hendrik Schmidt/zb/dpa

Auf der Synagogentür in Halle sind nach dem Angriff eines rechtsextremen Täters die Einschusslöcher zu sehen.

Synagogentür aus Halle wird zu Mahnmal
Die Tür der Synagoge in Halle, die das Eindringen eines Attentäters am 9. Oktober verhindert hatte, wird zu einem Mahnmal gestaltet.

Die durch Schüsse beschädigte Tür soll abgebaut, ausgetauscht und im Hof der Syngoge ausgestellt werden, teilte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Max Privorozki, mit. Einen entsprechenden Beschluss habe die Repräsentantenversammlung getroffen. Vorgesehen sei, die Tür in einem "künstlerischen Projekt" zu verarbeiten.

Zuvor war auch ein Standort in der Stadt Halle vorgesehen gewesen. Man habe sich aber nun für den Hof entschieden. Zu Einzelheiten des Projekts und zum Zeitplan konnte Privorozki noch keine Angaben machen. Er verwies darauf, dass der Austausch der Tür auch vom Sicherheitskonzept für die Synagoge abhängig sei.

Bei dem antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag Anfang Oktober in Halle waren eine 40-jährige Frau und ein 20-jähriger Mann erschossen worden. Auf der Flucht verletzte der Täter zwei weitere Menschen schwer. Zuvor hatte der schwer bewaffnete Mann vergeblich versucht, in die Synagoge der Stadt einzudringen. Er scheiterte an der geschlossenen Tür. Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hatten sich dort zu diesem Zeitpunkt insgesamt 51 Gläubige versammelt.

Meldungen

Top Meldung
Tipps der EKHN gegen Coronavirus in der Kirche.
Die EKD sieht angesichts der derzeit bekannten Coronavirus-Fälle in Deutschland keinen Grund zu übertriebener Sorge oder gar zur Panik. "Trotzdem wird es viele Menschen geben, die sich Sorgen machen, wenn sie am Abendmahl teilnehmen", sagte ein EKD-Sprecher.