Spanische Umweltministerin fordert Militanz gegen Klimawandel

Spanische Umweltministerin fordert Militanz gegen Klimawandel

Die spanische Umweltministerin Teresa Ribera hat die Politiker bei der Weltklimakonferenz in Madrid zur Überwindung ihrer Gegensätze ermahnt. Die Entscheidungsträger müssten militante Kämpfer gegen die Erderwärmung sein, sagte sie am Dienstag in der spanischen Hauptstadt. Die Menschheit habe die Politiker beauftragt, eine Welt frei von den Gefahren steigender Temperaturen zu schaffen.

Ribera sprach zum Auftakt der Verhandlungen hochrangiger Politiker auf der Weltklimakonferenz. Für Deutschland nimmt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) an den Gesprächen teil. Mehrere große Streitpunkte harren einer Lösung. So können sich die Delegationen nicht auf einen internationalen Fonds für Verluste und Schäden infolge des Klimawandels einigen. In den armen Ländern des Südens verursachen Stürme, Überschwemmungen und Dürren verheerende Zerstörungen.

Die armen Staaten verlangen eine großzügige finanzielle Ausstattung für einen Fonds, die Rede ist von vielen Milliarden US-Dollar. Die reichen Länder lehnen das ab. "Vor allem die USA und Australien wollen von der Hilfe für die Armen nichts wissen", erläuterte die Klimaexpertin von Brot für die Welt, Sabine Minninger. Notfalls müssten die anderen reichen Länder ohne die Bremser vorangehen.

Darüber hinaus ringen die Delegationen um Spielregeln für einen Handel mit Emissionszertifikaten. Viele Delegationen und Umweltschützer pochen darauf, dass Doppelzählungen unbedingt vermieden werden: Länder, die Emissionen reduzieren, und Länder, die das im Gegenzug finanzieren und Verschmutzungsrechte erwerben, dürfen sich das nicht jeweils als Beitrag zur CO2-Reduktion gutschreiben. Zudem verlangen die UN von den Staaten, neue, nachgebesserte Klimaschutzpläne anzukündigen, um die Vorgaben des Pariser Abkommens von 2015 zu erreichen.

Meldungen

Top Meldung
Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, dringt auf eine völkerrechtliche Ächtung automatisierter Waffen. Die Bundesregierung müsse sich für ein verbindliches Verbot einsetzen.