Bundesweite Sternsinger-Aktion wird im Dezember eröffnet

Bundesweite Sternsinger-Aktion wird im Dezember eröffnet
Mehr als 2.000 Mädchen und Jungen aus zehn katholischen Bistümern werden am 28. Dezember in Osnabrück die bundesweite Sternsinger-Aktion 2020 eröffnen.

Mit Gottesdiensten, einem Bühnenprogramm und einem Umzug durch die Innenstadt gestalten sie den Auftakt zum alljährlichen Dreikönigssingen, wie der Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", Pfarrer Dirk Bingener, am Donnerstag in Osnabrück sagte. Das Jahresthema Frieden, das erstmals für alle katholischen Hilfswerke gelte, solle am Beispielland Libanon verdeutlicht werden. So stehe die 62. Spendensammel-Aktion unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit".

In den Tagen rund um den Jahreswechsel werden in ganz Deutschland insgesamt rund 300.000 Kinder in ihren Städten und Gemeinden an die Haustüren gehen, erläuterte Bingener. Verkleidet als die drei Weisen oder die drei heiligen Könige aus dem Morgenland verkünden sie die Geburt Jesu. Als Segensgruß schreiben sie die Initialen CMB für die Namen der Könige (Caspar, Melchior, Balthasar) auf die Wände und sammeln Spenden. Im vergangenen Jahr kamen dabei den Angaben zufolge mehr als 50 Millionen Euro zusammen. Das Missionswerk wird als Organisatorin der Sternsinger-Aktion vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend unterstützt. Insgesamt fördert es rund 1.800 Projekte in mehr als 100 Ländern.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sagte, das Dreikönigssingen sei für die Kinder und Jugendlichen eine Möglichkeit, mit den Menschen unabhängig von ihrer Religion, Herkunft, und Kultur in Kontakt zu kommen: "Und sie bringen ein Zeichen von der Menschwerdung Christi in die Häuser."

Pfarrer Bingener wies auf die schwierige Lage im Libanon hin. Dort lebten bei einer Einwohnerzahl von etwa sechs Millionen Menschen mehr als eine Million Flüchtlinge, überwiegend aus dem benachbarten Syrien. Deshalb komme es häufig zu Spannungen zwischen beiden Gruppen. Das Missionswerk unterstütze Partnerprojekte vor Ort in dem Bemühen, vor allem die Kinder zum friedlichen Miteinander anzuhalten. Sie machten ihnen deutlich, dass religiöse und kulturelle Vielfalt ein Gewinn für die Gesellschaft sei.

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