Nach Lügde: NRW-Landtag richtet Kinderschutzkommission ein

Nach Lügde: NRW-Landtag richtet Kinderschutzkommission ein

Als Konsequenz aus dem hundertfachen sexuellen Missbrauchs im lippischen Lügde bekommt der nordrhein-westfälische Landtag eine Kinderschutzkommission. Der Landtag beschloss am Freitag in Düsseldorf einstimmig die Einrichtung eines solchen Gremiums, das sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen kümmern soll. Die Kommission soll als Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend ihre Arbeit aufnehmen.

Die Kinderschutzkommission hat 13 Mitglieder und soll Perspektiven für die Weiterentwicklung des Kinderschutzes sowie die Durchsetzung der Kinderrechte aufzeigen und konkrete Vorschläge zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erarbeiten. Dabei sollen staatliche und kommunale Strukturen betrachtet und Verbesserungsvorschläge unterbreitet werden. Zudem soll sich die Kommission mit Verbänden, Organisationen und Einrichtungen austauschen, die sich mit dem Thema befassen.

Mit der Gründung der Kinderschutzkommission reagierte das Landesparlament auf den Missbrauch auf einem Campingplatz im lippischen Lügde sowie die jüngsten Missbrauchsfälle, bei denen unter anderem gegen Beschuldigte in Bergisch Gladbach und Wesel ermittelt wird. Der Antrag wurde von den Fraktionen von CDU, FDP, SPD und Grünen eingebracht.

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