Bund plant weitere Erhöhung der Förderung für Garnisonkirchturm

Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche wird teurer

© epd-bild/Rolf Zoellner

Auf der Baustelle der Garnisonkirche in Potsdam steht inzwischen der Erdgeschoss-Rohbau, drei weitere Etagen im Turmsockel folgen noch. Dann soll mit dem Turmschaft begonnen werden.

Bund plant weitere Erhöhung der Förderung für Garnisonkirchturm
Für den Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms sollen voraussichtlich mehr als 20 Millionen Euro Bundesmittel fließen.

Dies geht aus einem Antrag der Bundestagsfraktionen von Union und SPD hervor, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt und der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Haushaltsausschuss im Bundestag stand. In der sogenannten Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2020 sollten alle noch offenen Finanzfragen geklärt werden.

Bisher war bekannt, dass die bereits beschlossenen zwölf Millionen Euro Bundesmittel für den rund 40 Millionen Euro teuren Neubau des Kirchturms auf bis zu 18 Millionen Euro aufgestockt werden sollen. Zusätzlich heißt es in dem neuen Antrag vom 12. November, für die Garnisonkirche solle eine Verpflichtungsermächtigung von bis zu 2,25 Millionen Euro wegen Mehrbedarfs ausgebracht werden. Eine solche Verpflichtungsermächtigung gilt für die Folgejahre ab 2021. Die Förderung würde damit auf bis zu 20,25 Millionen Euro steigen.

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Die Geschichte der Garnisonkirche
Die Geschichte der Garnisonkirche

Die Garnisonkirche wurde 1945 im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und 1968 in der DDR abgerissen. Der Wiederaufbau ist vor allem wegen der Geschichte der preußischen Militärkirche umstritten. Kritiker sehen das Bauwerk als Symbol des preußischen Militarismus und des NS-Regimes. Befürworter betonen vor allem die Bedeutung für das Stadtbild. Die evangelische Kirche will den neuen Garnisonkirchturm für Friedens- und Versöhnungsarbeit nutzen.

 

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