Sächsische Synode berät zu Bischofsrücktritt

Sächsische Synode berät zu Bischofsrücktritt

Die sächsische Landessynode will sich auf ihrer bevorstehenden Tagung in Dresden mit dem Rücktritt des Landesbischofs Carsten Rentzing (52) beschäftigen. An zwei Abenden soll das Thema im öffentlichen Plenum zur Sprache kommen, wie das Landeskirchenamt am Montag in Dresden mitteilte. Rentzing hatte vor einem Monat seinen Rücktritt angekündigt. Grund sind von Rentzing als Student verfasste Texte, die das sächsische Landeskirchenamt als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" einstuft.

Die Synode der Evangelischen-Lutherischen Landeskirche Sachsens tagt vom 15. bis 18. November in der Dresdner Dreikönigskirche. Zu Beginn der Beratungen wird Rentzing in einem Gottesdienst in der Dresdner Martin-Luther-Kirche aus seinem Amt verabschiedet. Danach wolle er ein Wort an die Mitglieder der Landessynode richten, hieß es.

Synodalpräsident Otto Guse hatte nach dem überraschenden Bischofsrücktritt angekündigt, dass die Landeskirche grundsätzlich zu klären habe, wo die Grenzen zwischen rechtsextremen Äußerungen und den Positionen wertekonservativer Christen liegen. Eine neue Bischöfin oder ein neuer Bischof soll auf einer Sondersynode am 29. Februar und 1. März 2020 gewählt werden.

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