"Ort der Verbundenheit" in KZ-Gedenkstätte Neuengamme geplant

"Ort der Verbundenheit" in KZ-Gedenkstätte Neuengamme geplant

Auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg soll ein "Ort der Verbundenheit" entstehen. Angehörige von KZ-Häftlingen wollen ihn mit Unterstützung von Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) entwickeln, wie der Senat am Mittwoch mitteilte. Schon mehr als 50 Nachkommen von ehemaligen KZ-Häftlingen aus verschiedenen Ländern hätten Interesse gezeigt, ein Erinnerungszeichen an ihr Familienmitglied zu gestalten. Die Stadt Hamburg unterstützt das Vorhaben mit 17.300 Euro aus dem Förderprogramm "Kunst im öffentlichen Raum".

Nach den Worten von Kultursenator Carsten Brosda (SPD) soll der "Ort der Verbundenheit" die Erinnerung an die in Neuengamme verübten Verbrechen wachhalten. Er könne "einen Beitrag dazu leisten, dass auch nachfolgende Generationen sich der Verantwortung aus unserer Geschichte stellen". Die ehemaligen Haftstätten bildeten für die Angehörigen einen wichtigen Bezugspunkt, an dem sie den Namen ihres dort verfolgten Familienmitglieds vorfinden möchten, erklärte die Kulturbehörde.

Laut Entwurf soll der "Ort der Verbundenheit" aus drei Elementen bestehen: einer Druckwerkstatt, in der aus Texten und Motiven von Angehörigen gestaltete Plakate erstellt werden, einer öffentlichen Präsentation dieser Druckplatten und der Plakate auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte und einer Website, auf der die Plakate in Form eines Online-Archivs weltweit einsehbar sind. Der "Ort der Verbundenheit" soll Anfang Mai 2020 zum 75. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager bei einer internationalen Gedenkveranstaltung auf dem Gelände der Gedenkstätte eröffnet werden.

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