UN: Tausende Gewaltopfer in Afghanistan

UN: Tausende Gewaltopfer in Afghanistan

In Afghanistan sind im laufenden Jahr laut den UN Tausende Zivilisten Opfer der anhaltenden Gewalt geworden. Von Januar bis September seien 2.563 Menschen getötet und 5.676 verletzt worden, teilte die Unterstützungsmission Unama in Kabul dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag mit. Die Konfliktparteien müssten die Zivilisten verschonen, verlangte der UN-Beauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto.

Insgesamt seien in diesem Jahr 8.239 zivile Opfer verzeichnet worden. Damit liege die Zahl der zivilen Opfer in den ersten neun Monaten 2019 in etwa auf der Höhe der Vergleichszeiträume der vergangenen fünf Jahre. Allerdings sei die die Zahl der Opfer im dritten Quartal 2019 im Vergleich zum dritten Quartal 2018 um 42 Prozent gestiegen. Der Anstieg sei vor allem auf die Gewaltakte von Aufständischen zurückzuführen.

Die Unama erwähnte auch, dass viele Zivilisten den Luftangriffen der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten zum Opfer fielen. In Afghanistan kämpfen die Regierung und internationale Einheiten, allen voran die USA, gegen die islamistischen Taliban und andere Extremisten. In dem zentralasiatischen Land, in dem seit Jahren Gewalt herrscht, sind auch Soldaten der Bundeswehr stationiert.

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