Frauenrat rügt Gleichstellungspolitik der Regierung

Frauenrat rügt Gleichstellungspolitik der Regierung

Der Deutsche Frauenrat (DF) stellt der Bundesregierung zur Halbzeit der Legislaturperiode kein gutes Zeugnis für ihre Gleichstellungspolitik aus. "Zugesagte Meilensteine, die die Strukturen weiterentwickeln würden, wurden nicht gesetzt", erklärte die stellvertretende Verbandsvorsitzende Lisi Maier am Freitag in Berlin. "Wir fordern die Bundesregierung auf, jetzt tätig zu werden." Auf dem Feld der Geschlechtergerechtigkeit müsse deutlich mehr geschehen.

Der Frauenrat vermisst eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie mit einem entsprechenden Aktionsplan sowie ein unabhängiges Bundesinstitut für Gleichstellung. Zentrale Forderungen des DF fehlten bereits im Koalitionsvertrag: ein Paritätsgesetz auf Bundesebene, eine Reform des Ehegattensplittings und die Abschaffung von Minijobs. Dagegen begrüßte der Verband das Förderprogramm "Gewalt gegen Frauen", die Einführung der Brückenteilzeit und die Aufwertung von Pflegeberufen.

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen und damit nach eigenen Angaben die größte Frauenlobby Deutschlands.

Meldungen

Top Meldung
 Susanne Breit-Keßler
Sich um Arme, Fremde, Kranke, Sterbende und Gefangene zu kümmern, müsse in einer Familie selbstverständlich sein, "auch in einer weltweiten", sagte Susanne Breit-Keßler laut Redemanuskript am Sonntag in der Münchner Lukaskirche, wo sie in den Ruhestand verabschiedet wurde.