DAK-Konzept zur finanziellen Entlastung von Pflegebedürftigen

DAK-Konzept zur finanziellen Entlastung von Pflegebedürftigen

Die DAK fordert hohe Steuerzuschüsse an die Pflegeversicherung, um Pflegebedürftige vor einer finanziellen Überforderung zu schützen. Die Krankenkasse stellte am Mittwoch in Berlin ihren "Pflegereport 2019" vor und widmete sich darin der langfristigen Finanzierung der Pflege. Einer Allensbach-Umfrage zufolge haben 80 Prozent der Bevölkerung die Befürchtung, dass sie trotz der Pflegeversicherung bei einer Pflege im Heim sämtliche Ersparnisse verlieren würden.

Wissenschaftler haben im Auftrag der DAK errechnet, dass die Pflegeversicherung bis 2045 zu einem Viertel über Steuergelder finanziert werden müsste, damit die Eigenanteile der Menschen zur Heimpflege verlässlich und dauerhaft bei rund 450 Euro im Monat gedeckelt werden könnten. Derzeit liegen sie im Bundesdurchschnitt bei 662 Euro.

Ohne Reform wären sie nach den Berechnungen in 25 Jahren doppelt bis dreimal so hoch. Die Deckelung würde die Steuerzahler den Angaben zufolge schrittweise zunächst einstellige Milliardenbeträge pro Jahr und in 25 Jahren rund 18 Milliarden Euro jährlich kosten. Dem DAK-Pflegereport zufolge gibt es für einen solchen Weg aber eine Mehrheit in der Bevölkerung. Mehr als die Hälfte der Bürger (58 Prozent) seien der Meinung, dass die steigenden Ausgaben für die Pflege aus Steuermitteln finanziert werden sollten.

Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Etwa ein Viertel davon werden stationär im Pflegeheim betreut. Die Ausgaben der Pflegeversicherung sind zwischen 2015 und 2018 von 29 auf 41 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen.

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