Integrationsbeauftragte verlangt von Kurden und Türken Mäßigung

Integrationsbeauftragte verlangt von Kurden und Türken Mäßigung

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat die in Deutschland lebenden Kurden und Türken aufgerufen, den aktuellen Konflikt in Nordsyrien nicht nach Deutschland zu tragen. Sie erwarte "besonders von Migrantenorganisationen und Religionsgemeinschaften, Verantwortung zu übernehmen und zur Mäßigung beizutragen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

"Bei allem Verständnis, dass der Konflikt Menschen und ihre Familien, die ihre Wurzeln in der Region haben, tief erschüttert, muss klar sein: Wir haben auch die Verantwortung, dass der Konflikt in der Region nicht zu einem Konflikt in unserer Gesellschaft wird und das friedliche Zusammenleben in Deutschland gefährdet", betonte die Integrationsbeauftragte.

Am Montagabend war es während einer Demonstration von Kurden in Herne zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, kam es während des Demonstrationszuges zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen. Die rund 350 kurdischen Demonstranten waren der Polizei zufolge an einem türkischen Café vorbeigezogen, aus dem dann offenbar eine Flasche in Richtung der Demonstranten geworfen wurde. Mehrere Menschen stürmten das Café, Mobiliar und eine Scheibe gingen zu Bruch. Fünf Menschen seien verletzt worden. Der Staatsschutz der Bochumer Polizei ermittelt.

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