WHO: Mangel an sauberem Wasser gefährdet Leben vieler Menschen

WHO: Mangel an sauberem Wasser gefährdet Leben vieler Menschen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat von den Staaten mehr Investitionen in die Trinkwasserversorgung und in sanitäre Anlagen verlangt. Zu viele Menschen besonders in armen Ländern hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser, funktionierenden Toiletten und anderen sanitären Installationen, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus laut einer am Mittwoch in Genf veröffentlichten Mitteilung.

Der Mangel führe oft zu tödlichen Infektionen, zu Rückschritten bei der öffentlichen Gesundheit und verhindere den Aufbau stabiler und wohlhabender Gesellschaften. Laut einer Studie der Vereinten Nationen hätten nur weniger als 15 Prozent von 115 untersuchten Ländern und Territorien die nötigen finanziellen und personellen Mittel, um für ihre Bevölkerungen ausreichend Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen bereitzustellen. In den 115 Ländern und Gebieten lebten 4,5 Milliarden Menschen.

Den Angaben nach verfügen immerhin 94 Prozent der untersuchten Staaten und Territorien über politische Konzepte, wie ihre Einwohner mit Wasser und sanitären Einrichtungen versorgt werden können. Die Studie wurde auf einer Konferenz in Stockholm anlässlich der Weltwasserwoche vom 25. bis 30. August präsentiert.

Laut den letzten verfügbaren Untersuchungen der UN hatten 2017 rund 2,2 Milliarden Menschen keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu sauberem Wasser. Rund 4,2 Milliarden Kinder, Frauen und Menschen waren demnach 2017 von ausreichend funktionierenden sanitären Einrichtungen abgeschnitten. Die meisten davon lebten in Entwicklungsländern. Die Vereinten Nationen streben laut ihren Nachhaltigkeitszielen an, dass bis 2030 alle Menschen ausreichend Zugang zu sauberem Wasser und funktionierenden sanitären Einrichtungen haben sollen.

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