Schlechte Noten für Regierung bei Klimacheck der Ministerien

Schlechte Noten für Regierung bei Klimacheck der Ministerien

Die Bundesregierung hat beim Klima-Check ihrer Dienstsitze offenbar Nachholbedarf. Nur vier von zwölf Bundesministerien ließen "eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz im Gebäudebereich erkennen" und erhielten somit eine grüne Karte, heißt es in einem am Montag in Berlin von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vorgestellten Gebäudevergleich.

Die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, Barbara Metz, nahm die Ergebnisse zum Anlass, der Bundesregierung Stillstand beim Klimaschutz im Gebäudebereich vorzuwerfen. Das seit 2016 diskutierte Gebäudeenergiegesetz sei auch im aktuellen Entwurf völlig unzureichend. "Ohne den Gebäudebereich werden die Klimaziele definitiv nicht erreicht", sagte Metz.

Grundlage des Ministerienvergleiches der Umwelthilfe waren die Energiebedarfsausweise der einzelnen Gebäude. Diese lagen allerdings in drei Fällen nicht vor und in vier weiteren Fällen waren sie bereits abgelaufen.

Den geringsten Primärenergiebedarf pro Quadratmeter hatte demnach mit 36 Kilowattstunden das Bundesbildungsministerium (Baujahr 2014). Schlusslicht mit einer roten Karte war das Bundesfamilienministerium (Baujahr 2009) mit einem Energiebedarf von 211 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das Bundeskanzleramt (Baujahr 2000) landete mit einem Primärenergiebedarf von 195 Kilowattstunden auf dem vorletzten Platz.

Grüne Karten wurden verteilt für einen Primärenergiebedarf von bis zu 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Drei gelbe Karten gingen an Ministeriumsgebäude mit einem Verbrauch von bis zu 140 Kilowattstunden pro Quadratmeter und fünf rote Karten an Gebäude mit einem höheren Energiebedarf.

Die drei Ministerien ohne Energieverbrauchsausweis wurden nicht in die Bewertung einbezogen. Das waren laut Umwelthilfe das Bundesjustizministerium, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

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