Morddrohung gegen Ministerin Köpping: "Soko Rex" ermittelt

Morddrohung gegen Ministerin Köpping: "Soko Rex" ermittelt

Nach einer Morddrohung gegen Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat das Landeskriminalamt (LKA) Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte LKA-Pressesprecher Tom Bernhardt dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dresden am Donnerstag. Das Schreiben sei dem LKA zugeleitet worden. Dort sei eine Anzeige von Amts wegen gefertigt worden. Die Ermittlungen führe die Sonderkommission Rechtsextremismus ("Soko Rex") beim LKA.

Eine Sprecherin des Integrationsministerium in Dresden erklärte am Donnerstag auf epd-Anfrage, die Drohung sei bereits am 14. August per E-Mail im Bürgerbüro der Ministerin eingegangen. Es gebe "ein Messer quer durch den Hals", sollte eine für den 21. August geplante Lesung Köppings wie geplant stattfinden, zitierte die Sprecherin aus der E-Mail. Zudem sei Köpping als Volksverräterin beschimpft worden. Die Lesung in Brandis bei Leipzig am Mittwochabend habe unter Polizeischutz stattgefunden.

Die "Leipziger Volkszeitung" zitierte Köpping am Donnerstag mit den Worten, es sei nicht die erste derartige Drohung gegen sie gewesen. Sie mache dennoch keine Abstriche bei ihren öffentlichen Auftritten, erklärte Köpping. "Es kann nicht sein, dass immer mehr Politiker solchen Bedrohungen ausgesetzt sind", betonte sie.

Vor wenigen Monaten war eine Drohung gegen Sachsens SPD-Chef und stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Dulig bekanntgeworden. Unbekannte hatten dem Landeswirtschafts- und Arbeitsminister per Post an seine Privatadresse die Nachbildung eines G36-Sturmgewehrs gesandt.

Meldungen

Top Meldung
 Susanne Breit-Keßler
Sich um Arme, Fremde, Kranke, Sterbende und Gefangene zu kümmern, müsse in einer Familie selbstverständlich sein, "auch in einer weltweiten", sagte Susanne Breit-Keßler laut Redemanuskript am Sonntag in der Münchner Lukaskirche, wo sie in den Ruhestand verabschiedet wurde.