Kongo: Ebola breitet sich in weiterer Provinz aus

Kongo: Ebola breitet sich in weiterer Provinz aus
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Im Kongo breitet sich das Ebola-Virus auf immer neue Regionen aus. Erstmals wurden nun zwei Fälle in der Provinz Süd-Kivu bestätigt, wie der französische Auslandssender RFI am Samstag berichtete. Bisher haben sich in der Demokratischen Republik Kongo rund 2.800 Menschen mit Ebola angesteckt, etwa 1.900 sind gestorben.

Bei den beiden Infizierten aus Süd-Kivu handelt es sich dem Bericht zufolge um eine Frau und ihr Kind im Ort Mwenga, rund 500 Kilometer von der Provinzhauptstadt Bukavu entfernt. Die Mutter ist demnach bereits gestorben. Bisher trat Ebola in den nördlich gelegenen Provinzen Nord-Kivu und Ituri auf. Anhaltende Gewalt in dem unruhigen Gebiet im Osten des zentralafrikanischen Landes, Misstrauen in der Bevölkerung und fehlende Infrastruktur erschweren den Kampf gegen die Epidemie.

In der Region wird befürchtet, das Virus könne sich auf andere Länder ausbreiten. Nach dem Auftreten des ersten Falls in der Großstadt Goma in Nord-Kivu im Juli rief die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Burundi begann am Mittwoch mit der Impfung von Helfern. Zuvor hatte sich bereits der Südsudan mit einer Übung auf den Ernstfall vorbereitet. Ruanda schloss aus Angst vor Ebola zeitweilig seine Grenze zwischen Gisenyi und dem kongolesischen Goma.

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