Israel bekräftigt Ablehnung von Delegationen mit AfD-Vertretern

Israel bekräftigt Ablehnung von Delegationen mit AfD-Vertretern

Bielefeld (epd). Israel hat bestätigt, keine Delegationsreisen mit AfD-Abgeordneten zu empfangen. "Unsere Position, keinen Kontakt zur AfD zu haben, ist klar und bleibt unverändert", sagte die Sprecherin der israelischen Botschaft in Deutschland, Shir Gideon, der Bielefelder "Neuen Westfälischen" (Samstag). Die Sprecherin bestätigte, dass eine vom 26. bis 29. August geplante Delegationsreise des Digitalausschusses des NRW-Landtags mit einem AfD-Vertreter nicht offiziell empfangen worden wäre. Der Landtag hatte die Reise am 26. Juli vorerst abgesagt. Geplant war unter anderem ein Aufenthalt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Es habe bislang "einige Absagen von offiziellen Besuchen in Israel wegen der möglichen Teilnahme von AfD-Mitgliedern" gegeben, sagte Gideon. Zugleich würden "andere Besuche und Dialoge auf vielen verschiedenen Ebenen und in Bezug auf das breite Themenspektrum der bilateralen Agenda fortgesetzt". Israel setze sich "weiterhin mit allen anderen politischen Parteien auseinander, die die tragische Geschichte, die unsere Völker verbindet, respektieren und sensibel mit ihr umgehen und die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland ausbauen wollen", unterstrich die Sprecherin.

Die Union Progressiver Juden in Deutschland äußerte für die Entscheidung Israels Verständnis. AfD-Politiker, die "die Shoah leugnen, alles in Abrede stellen und verharmlosen, haben auf dem Boden des jüdischen Staates nichts verloren", sagte die Generalsekretärin Irith Michelsohn in Bielefeld der Zeitung.

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