Klimacamp gegen Kohlestrom startet bei Leipzig

Klimacamp gegen Kohlestrom startet bei Leipzig

Mit der Anreise der Teilnehmer hat am Samstag das zweite Klimacamp in Pödelwitz bei Leipzig begonnen. Bis zum Mittag waren nach den Worten einer Sprecherin der Klimaaktivisten rund 200 Besucher in dem von Abbaggerung bedrohten Braunkohledorf eingetroffen. Für die gesamte zehntägige Dauer des Camps rechnen die Veranstalter mit bis zu 1.000 Teilnehmern. Bis Ende kommender Woche stehen mehr als 100 Konzerte, Workshops, Diskussionen und Vorträge auf dem Programm.

Das Camp findet nach 2018 zum zweiten Mal in Pödelwitz statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 1.000 junge Klimaaktivisten daran. Die Aktion richtet sich gegen den weiteren Abbau von Braunkohle. Zugleich werden den Angaben zufolge alternative und nachhaltige Formen des Zusammenlebens einer klimagerechten Gesellschaft praktiziert.

Das rund 700 Jahre alte Pödelwitz liegt am Rand des Tagebaus "Vereinigtes Schleenhain". Nach den Plänen des Betreibers, der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag), soll es voraussichtlich von 2026 an abgebaggert werden. Rund 100 Dorfbewohner wurden bereits umgesiedelt. Etwa zwei Dutzend Menschen weigern sich, ihre Heimat zu verlassen und protestieren immer wieder gegen die Abbaupläne.

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