Proteste gegen Aufmarsch der "Identitären Bewegung" in Halle

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Proteste gegen Aufmarsch der "Identitären Bewegung" in Halle

Gegen einen für Samstag geplanten Aufmarsch der rechtsextremen "Identitären Bewegung" in Halle sind zahlreiche Proteste angekündigt. Das "Bündnis für Zivilcourage - Halle gegen rechts" ruft zu insgesamt vier Demonstrationen unter dem Motto "Identitäre stoppen! Für Solidarität ohne Grenzen" auf. Das Bündnis will an zehn Orten in der Stadt Kundgebungen abhalten. Die Stadt Halle und die Martin-Luther-Universität veranstalten am Samstag zudem ein "Bürgerfest für Demokratie" auf dem Steintor-Campus gegenüber dem rechtsextremen Hausprojekt der "Identitären Bewegung".

Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte: "Mit dem Bürgerfest setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern ein klares Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Weltoffenheit. Hass, Rassismus und Intoleranz haben in unserer Stadt keinen Platz." Unterstützt wird das Bürgerfest unter anderem auch vom Evangelischen Kirchenkreis Halle-Saalkreis, dem Friedenskreis Halle und den Franckeschen Stiftungen.

Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Sie geht davon aus, dass bei den "Identitären" mit Teilnehmerzahlen im dreistelligen Bereich und bei den Gegendemonstrationen im vierstelligen Bereich gerechnet werden kann. Die "Identitäre Bewegung" betreibt in Halle ein rechtsextremes Hausprojekt, zeitweilig war der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider in dem Objekt mit einem Büro vertreten.

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