Zwei weitere Ebola-Helfer im Kongo getötet

Zwei weitere Ebola-Helfer im Kongo getötet

Die anhaltende Gewalt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo untergräbt laut den UN die Kampagne gegen die gefährliche Fieberkrankheit Ebola. Bei einem neuen Überfall seien zwei medizinische Helfer in ihren Unterkünften in der Stadt Beni ermordet worden, teilte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf mit.

Anlässlich eines Expertentreffens zu Ebola erklärte Tedros, dass in dem Ebola-Gebiet seit Januar fast 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und Mitarbeiter registriert worden seien. Dabei seien insgesamt sieben Menschen getötet worden, darunter ein Epidemiologe der WHO. In den beiden Provinzen mit Ebola-Ausbreitung, Nord-Kivu und Ituri, kämpfen Banden, Milzen und Sicherheitskräfte in unübersichtlicher Weise gegeneinander. Die WHO und andere Organisationen hätten es mit einem der weltweit gefährlichsten Viren in einer der weltweit gefährlichsten Regionen zu tun, betonte der Generaldirektor.

Tedros betätigte, dass ein erster Fall der hochansteckenden Ebola-Epidemie in der kongolesischen Stadt Goma mit mehr als einer Million Einwohnern erfasst worden sei. Der Infizierte, ein Pastor, sei von der Stadt Butembo nach Goma gereist. Er sei nach der Entdeckung in einem Behandlungszentrum untergebracht worden. Etliche Menschen in Goma seien gegen Ebola geimpft worden, so Tedros. Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie vor gut einem Jahr erfassten Kongos Gesundheitsbehörden in Nord-Kivu und Ituri fast 2.500 Fälle. Mehr als 1.660 Menschen starben laut WHO an der Fieberkrankheit.

Ebola wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Die WHO macht auch ein starkes Misstrauen gegen die Medizinerteams in Teilen der Bevölkerung Kongos für die beschleunigte Ausbreitung von Ebola verantwortlich. Gegen die Virusinfektion gibt es kein Heilmittel. Ein Impfstoff ist noch nicht allgemein zugelassen und wird nur bei besonders gefährdeten Personen eingesetzt. Beim bislang größten Ebola-Ausbruch starben 2013/14 in Westafrika 11.300 Menschen.

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