Neue Gewalt erschüttert Ebola-Gebiet im Kongo

Neue Gewalt erschüttert Ebola-Gebiet im Kongo

Der Nordosten des Kongos wird nach UN-Angaben von schwerer Gewalt erschüttert. Die seit Wochen tobenden Kämpfe behinderten immer stärker die Bekämpfung der seit fast einem Jahr dort grassierende Ebola-Epidemie, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit. Mindestens 160 Menschen seien durch Gewalt gestorben, Hunderttausende geflohen.

In den beiden Provinzen mit Ebola-Ausbreitung, Nord-Kivu und Ituri, kämpfen Banden, Milzen und Sicherheitskräfte in unübersichtlicher Weise gegeneinander. Bewaffnete Gruppen griffen in den vergangenen Monaten wiederholt Gesundheitszentren an, in denen sich Ebola-Patienten aufhielten.

Seit Mitte 2018 haben sich laut den kongolesischen Behörden im Nordosten des Landes fast 2.400 Menschen mit der tödlichen Fieberkrankheit Ebola infiziert, die Dunkelziffer könnte jedoch weitaus höher liegen. Mehr als 1.600 Menschen starben.

Ebola-Infizierte müssen streng isoliert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht auch ein starkes Misstrauen gegen die Medizinerteams in Teilen der Bevölkerung für die beschleunigte Ausbreitung von Ebola verantwortlich.

Gegen die hochansteckende Virusinfektion gibt es kein Heilmittel. Ein Impfstoff ist noch nicht allgemein zugelassen und wird nur bei besonders gefährdeten Personen eingesetzt. Beim bislang größten Ebola-Ausbruch starben 2013/14 in Westafrika 11.300 Menschen.

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