Neue Glocken in der Leipziger Nikolaikirche

Die neuen Glocken der Leipziger Nikolaikirche sind am Samstag (29.06.2019) mit einem Festgottesdienst eingeweiht worden. An der Feier nahm auch Altbundespraesident Joachim Gauck teil.

© Uwe Winkler/epd-bild

Der Gottesdienst am vergangenem Sonntag war Höhepunkt des Festwochenendes zur Glockenweihe. An der Feier nahm auch Altbundespräsident Joachim Gauck teil.

Neue Glocken in der Leipziger Nikolaikirche
Die erste Glocke des neuen Geläuts der Leipziger Nikolaikirche ist an ihrem künftigen Ort im Kirchturm angekommen. Nach dem Gottesdienst wurde am 30. Juni zum Abschluss des Festwochenendes zur Glockenweihe zunächst die neu gegossene große Glocke Osanna in ihrem Turm aufgezogen.

Die insgesamt acht Glocken sollen nach und nach in die beiden Kirchtürme gebracht werden und zum 30. Jahrestag der Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 erstmals gemeinsam erklingen. Die Demonstration der DDR-Opposition gilt als entscheidende Wegmarke der friedlichen Revolution. Sechs der Glocken wurden neu geschaffen, zwei Glocken wurden restauriert.

Das Festwochenende hatte am 28. Juni mit einem Festumzug der Glocken durch die Stadt begonnen. Tags darauf wurden sie mit einem Festgottesdienst eingeweiht. An der Feier nahm auch Altbundespräsident Joachim Gauck teil. In den kommenden Wochen ist den Angaben zufolge mehrfaches Probeläuten der neuen Glocken geplant.

Die bisher drei Glocken der Nikolaikirche waren Anfang April aus dem Turm gehoben worden. Zwei davon wurden saniert, die dritte wurde ausrangiert. Dafür wird das Geläut um sechs neue Glocken ergänzt, darunter die große Osanna, die 1917 verloren gegangen war. Zudem werden die zwei Glockenstühle saniert und teilweise neu errichtet. Die Gesamtkosten für die Arbeiten betragen rund 600.000 Euro. Über eine Aktion der Sparkasse Leipzig und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung unter der Schirmherrschaft Joachim Gaucks wurden gut zwei Drittel davon durch Spenden eingenommen. Den Rest finanzieren die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

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