Kinderhilfswerke appellieren an Regierungen in aller Welt

Kinderhilfswerke appellieren an Regierungen in aller Welt

Krank durch Hunger, keine Medikamente, keine Schule: Noch immer leiden viele Millionen Kinder weltweit unter lebensbedrohlichem Mangel und Armut, wie die sechs größten internationalen Kinderhilfsorganisationen in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht beklagen. Sie fordern die Regierungen in aller Welt auf, sich deutlich mehr als bislang für Kinder einzusetzen.

Immer noch sterben laut der Bestandsaufnahme "Globaler Aufbruch für Kinderrechte" jedes Jahr mehr als fünf Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten, 64 Millionen Kinder besuchen nicht einmal die Grundschule. 150 Millionen Mädchen und Jungen trügen schwere gesundheitliche Schäden davon, weil sie hungern, erklären die Autoren. Jedes vierte Kind wachse in Kriegsgebieten auf, immer mehr Kinder litten unter dem Klimawandel und der Umweltzerstörung.

Zwar sei das Leben von Kindern heute im weltweiten Durchschnitt besser als bei der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vor 30 Jahren, doch bestehe weiter dringender Handlungsbedarf. "Wir müssen jetzt Prioritäten setzen und die Kinder in den Mittelpunkt stellen", betonen die Organisationen.

Die Initiative "Child Right Now!" - ein Zusammenschluss von ChildFund Alliance, Plan International, Save the Children, SOS-Kinderdörfer, terre des hommes und World Vision - fordert auch, Kinderrechte im deutschen Grundgesetz zu verankern und die Belange von Kindern in allen politischen Ressorts einzubeziehen. "Wir fordern alle politisch Verantwortlichen und alle gesellschaftlichen Gruppen auf, Kinder zu beteiligten", sagte terre-des-hommes-Vorstandsprecher Albert Recknagel.

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